Mental Power: You are your only limit

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When you feel like stopping think about why you started

Lern to rest, not to quit

 

Es gibt kaum etwas, das so unverblühmt widerspiegelt, in welchem Mindset du dich aktuell befindest, wie der Sport. Neben Talent – und gelegentlich auch einer Portion Glück – steht und fällt der Erfolg fast ausschließlich mit deiner persönlichen Einstellung.

„I will keep smiling, be positive and never give up. I will give 100 percent each time I play. These are always my goals and my attitude.“ 

(Yani Tseng, Profigolferin)

Wie gehst du mit Rückschlägen um? Wie niedrig ist deine Frustrationsgrenze? Wie fokussiert bist du? Wie schnell lässt du dich ablenken? Glaubst du an dich? Vertraust du dir selbst oder richtest du dich hauptsächlich danach, was andere denken? Wie ausgeprägt ist dein Grad an Selbstmotivation? Orientierst du dich an denen, die besser sind, um von ihnen zu lernen oder lässt du schnell zu, dass Neid und Missgunst dir deine eigene Energie rauben? Neigst du zu Selbstüberschätzung? Hast du die Weisheit mit Löffeln gefressen oder willst du dich weiterentwickeln? Auf was bist du bereit zu verzichten, um dein Ziel zu erreichen? Kennst und liebst du das Gefühl im Flow zu sein? Bist du in der Lage den Weg zu genießen? Kannst du stolz auf dich sein?

Der Sport steht dabei symbolisch für alle Bereiche des Lebens. Für den Job, die Liebe und deine zwischenmenschlichen Beziehungen. Für deine persönliche Lebensqualität. Für den Anspruch an dich selbst. Aber auch für dein Tun und Sein im Allgemeinen.

Aus persönlicher Erfahrung kann…ähhhh…muss;)… ich das (leider) absolut bestätigen:

 So ist regelmäßiges Lauftraining seit einer gefühlten Ewigkeit elementarer Bestandteil meines (sportlichen) Lebens. Bis bei einem morgendlichen Run vor knapp zwei Jahren auf der Hälfte der Strecke plötzlich gar nichts mehr ging. Denn: Es gibt sie wirklich, die Achilles-Sehne. In meinem Fall kurz vorm Komplett-Abriss.

Von heute auf morgen ging nichts mehr. Mit Krücken manövrierte ich mich irgendwie noch recht erfolgreich durch eine nicht gerade unanspruchsvolle Jobzeit, aber Sport & Co waren vorerst Geschichte.

Monate vergingen bis ich endlich wieder in die Laufschuhe steigen konnte. Neben „können“ bemerkte ich in mir auf einmal auch ein latentes „nicht wollen“. Dieses bis dato für mich eher unbekannte Gefühl gab sich viel Mühe, möglichst wenig aufzufallen, was ihm allerdings nur kurzzeitig gelang. Der geschickte Versuch, sich nach der langen Verletzungspause unter dem Deckmantel der schlechten sportlichen Konstitution zu verstecken, gelang ihm nur übergangsweise – und schon bald entpuppte es sich als wachsende Antriebslosigkeit.

 Ich war schlichtweg durch. Körperlich, aber auch mental. Zu jener Zeit gab es dazu aber auch definitiv ausreichend Gründe. Privat, beruflich – alles befand sich im Umbruch. Entscheidungen und Prozesse, die immens viel Kraft gekostet hatten, lagen hinter mir (beziehungsweise befand ich mich in einigen auch noch mitten drin). Eine intensive Phase, nach der es eigentlich auch absolut legitim und nur menschlich ist, einfach auch mal durchatmen zu wollen. Nur mein Ego sah das irgendwie anders. Sich einzugestehen, dass gerade einfach mal Pause angesagt war – schwierig ;)

Besagtes Ego wollte dann auch recht schnell wieder seinen Willen durchsetzen. Langsam zurück ins Lauftraining? Nö, das war jetzt nicht so sein Ding. Und so fiel die Dosierung viel zu früh viel zu hoch aus. Es kam wie es kommen musste: Achille(u)s, der unverwundbare Held, meldete sich erneut zu Wort. Wieder Pause. Wieder Frustration. Wieder warten. Und dieses Mal noch länger als zuvor.

Ein paar Wochen später fragten mich dann Kollegen, ob ich nicht ihr Team beim Firmen-Staffellauf ergänzen könnte. Klar! Ob ich evtl. auch die längste Strecke übernehmen könnte? Naaa klaaar! Die paar Kilometer?! Das mach ich ja im Schlaf, auch wenn ich gerade mal ein paar Monate nicht trainiert habe.

Ganz ehrlich: Es war ein absolutes Desaster. Dazu muss ich vorab sagen: Von den Kilometern her war die Strecke kürzer als meine tagtägliche Laufrunde. Peanuts also. Doch das, was sich mental in meinem Kopf abgespielt hat, war alles andere als belanglos. Noch vor Kilometer Nummer 1 merkte ich, wie ich mich von allem und jedem aus dem Rhythmus bringen ließ. Es machte mich wahnsinnig als mich jene Läufer leichtfüßig überholten, die ich als deutlich schwächer einschätzte. Ich wollte Gas geben, aber stattdessen lähmten mich Wut und Frustration. Es war eine Qual. Warum? Zum einen, weil ich meine körperliche Konstitution total überschätzt hatte. Zum anderen, weil mir mein Kopfkino mit jedem Meter mehr Energie raubte. Simpel gesagt: Weil ich mich ärgerte. Soooo waaaahnsinnig ärgerte. Über mich selbst.

Warum hatte ich nicht vorher zumindest ein klitzekleines bisschen trainiert? Wo waren bitte mein Stolz und mein Wille abgeblieben? Was ist mit mir passiert, dass ich zwischendrin tatsächlich in Erwägung zog, den Lauf unter einem verletzungsbedingten Vorwand abzubrechen? Oder: Warum bin ich nicht einfach zu Hause geblieben?

In diesem Moment wurde mir schlagartig klar: Irgendetwas läuft hier gewaltig schief. Es war nicht die Zeit, mit der ich ins Ziel laufen wollte, die ich verpasst hatte. Denn ich hatte mir keine gesetzt. Es war einzig und allein meine eigene Haltung, weshalb ich weit, weit hinter meiner Leistung blieb. Never ever war ich bis dato irgendwo so halbherzig angetreten. Entweder mich packt der Ehrgeiz oder ich lass es gleich sein. Aber Leidenschaftslosigkeit ist für mich ebenso wie lähmende Routine ein wahr gewordener Albtraum.

 Jede Sekunde auf dieser Strecke hämmerte es in meinem Kopf: Mit welcher überschätzen, unengagierten Larifari-Einstellung bin ich denn bitte hier an den Start gegangen? Auch wenn unser Team wirklich nur zum Spaß dabei war und wir trotz allem einen großartigen Tag hatten – es ging um diesen einen Moment mit mir selbst. Darum, dass ich ohne Engagement an die Sache rangegangen war, um mich während des Laufens dann auch noch selbst zu sabotieren. Congrats!

Einmal wachgerüttelt musste ich feststellen, dass diese Einstellung auf dem besten Weg war sich nicht nur im Sport, sondern auch in vielen anderen Bereichen meines Lebens niederzulassen.

Das Gute an diesem in Wechselwirkung stehenden Kreislauf: Er funktioniert auch andersherum. Mein mittlerweile zurückeroberter sportlicher Ehrgeiz (nachdem ich mich in Absprache mit meinem Körper in den letzten Monaten mit Zeit und Muße wieder auf das alte Trainingsniveau zurückgearbeitet habe) wirkt sich nun mit gleicher Stärke auch wieder extrem positiv auf alle anderen Bereiche meines Lebens aus.

Es gibt zwei fundamentale Erkenntnisse, die ich daraus gezogen habe:

 1) Alles hat und braucht seine Zeit.

Wenn du dich in einer kraftraubenden Phase befindest, erzwinge nichts. Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Wenn du noch – oder gerade – noch nicht so weit bist, dann ist das einfach so. Versuche nicht, alles auf einmal zu ändern. Fokussiere dich. Mach kleine Schritte. Veränderungen sind anstrengend. Deshalb ist es vollkommen in Ordnung, ab und an auch mal keine 120 Prozent geben zu können. Widme dich zunächst mit vollem Engagement deinen wichtigsten Prioritäten. Wenn du einen gewissen Anspruch an dich selbst hast, wird es dich langfristig niemals glücklich machen, allem nur mittelmäßig gerecht zu werden.

2) You are what you think.

Um es mit den Worten eines erfolgreichen Sportlers zu sagen:

“I always felt that my greatest asset was not my physical ability, it was my mental ability.”

Dein Kopfkino. Dein Wille. Dein Mindset.

Das alles ist DEINE Entscheidung. Nicht nur im Sport, sondern überall.

“There may be people that have more talent than you, but theres no excuse for anyone to work harder than you do.” (Derek Jeter)

Du musst es nicht für andere machen. Du solltest es für dich selbst wollen.

 Nur bitte mach’ eines auf keinen Fall: Kompromisse eingehen!!! Sie sind fatale Lose-Lose-Situationen. Punkt.

Und das Schlimmste an ihnen: Sie nehmen dir all den Glitzer. Deinen eigenen. Den, der dich so besonders macht. Aber auch all’ das “Sparkle” um dich herum, auf das du damit verzichtest. Sich zu arrangieren ist langweilig. Schrecklich langweilig…Deshalb: Gib’ nicht so schnell auf. Manchmal geht es vielleicht nur darum, die Richtung zu ändern. Das Tempo anzupassen. Um wertvolle Learnings. Um Bewusst-Sein. Um die Optimierung von Skills. Neuausrichtung. Um Kräfte zu bündeln und deine Techniken zu verbessern.

Sport. Love. Life. > Create your own story!

Sei mutiger. Im Worst Case machst du einen Fehler. Vielleicht auch mehrere. Na und? Dann mach’s das nächste Mal einfach besser.

Der einzig wahre Fehler ist der, aus dem du nichts lernst.

Einfach mal machen – könnte schließlich auch funktionieren ;-)

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