Wenn einer eine Reise tut, Volume II

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#traveltime

When nothing is sure, everything is possible

 

Es lief ja jetzt auch schon viel zu lange rund – das mit dem Reisen, den Connection Flights und den Zugverbindungen. So boooooring…Laaaaangweilig…

Just in diesem Moment zeigt mein iPhone 22h55 an. Ich sitze im Zug. Noch steht er, aber immerhin: ich sitze schonmal drin. Das ist nicht selbstverständlich. Denn Vorgestern stand ich lediglich DAVOR. Vorgestern, da wollten nämlich die Türen des ICE am Frankfurter Flughafen nicht aufgehen. Vorgestern, das war jener Tag, der mit einer eindrucksvollen Job-Rückreise aus Frankreich begann und mit selbiger endete.

So war dank verspätetem Abflug noch vor dem Abheben klar: Das mit dem Connecting Flight in Paris, das wird nix. Gut, war ja auch erst Nachmittag. Im Ersatz-Anschluss-…ääähhh…Warte-Flieger Platz genommen, hieß es dann weitere 45 klimalose Minuten auf EINE einzige Dame warten. Zumindest konnte man sich den Rest des Fluges ausführlich darüber Gedanken machen, was man in der Vergangenheit denn verdammt nochmal immer falsch gemacht hat. NIEMALS, aber auch wirklich NIEMALS hat ein Flieger auf mich gewartet. In diesem Zusammenhang gelten die weisen Worte eines überaus cleveren und von mir sehr geschätzten Menschen, den ich an dieser Stelle gerne zitieren möchte: Mal ist man der Hund, mal ist man der Baum. WORD.

Dann: Trommelwirbel! Touchdown in Frankfurt. Die letzte Zugverbindung war save. Yeah!!! #yeahNOT „Leider steht aktuell kein Bodenpersonal zur Verfügung, das uns die Treppen ans Flugzeug schieben könnte.“ Tja, that’s LIFE…Und so schnell finden wir uns auch schon wieder in besagter Geschichte zurück. Ihr wisst schon, die mit dem Hund und so…

Doch als eingefleischter Optimist wusste ich: Der Kampf ist noch nicht verloren! Es gab sie noch, diese letzte kleine Hoffnung am Frankfurt Airrail-Terminal.

Doch schon 5 Meter nach dem Kofferband machte es Peng! Zerplatzt der Traum. Ein Maschinengewehr mit Polizist stellte sich mir in den Weg und sprach: „Hier können Sie jetzt erstmal nicht mehr durch. Herrenloses Gepäckstück.“ Atmen…Tief atmen…Noch viel tiefer atmen..„10 Minuten Wartezeit, ob sich ein potentieller Besitzer zurückmeldet.“ Okeeeee…Weiter atmen…„Dann wahrscheinlich nochmal so 20 Minuten bis das Entschärfungskommando aus Terminal 1 angerückt ist.“ Ahaaaaa. „Und dann kommt’s halt drauf an, was drin ist.“ Das am Ende nix drin war, war für mich dann auch nur noch mittelmäßig relevant, da mein Zug inzwischen ohnehin schon das Weite gesucht hatte. Weil Atmen schon längst nicht mehr half, musste dringend ein Happy-Meal her. #healthydaykannmichmal!!!! Aber sowas von! Meint auch DJ Bobo, der im Hintergrund „Freedom“ zum Besten gab. Mietwagen gab’s natürlich auch nicht mehr, dafür aber noch einen Zug nach Köln (der mit den verschlossenen Türen).

Und so hatte all’ das Chaos wie immer auch etwas Positives: Eine glückseelige Nacht im eigenen Bett. Und Weingummi. Viel Weingummi. #sourGlowWormsmademyday thx@deutschbahn #10grammzuckerundgelantineentschädigennatürlichfüralles #glowwormtshirtbeispreadshirtdesignt

The day before yesterday

Das war also Vorgestern. Heute, ja heute da sitze ich wieder im ICE. Wieder am Frankfurter Flughafen. Dieses Mal: Tagestrip mit Direktflug nach/von Österreich. Nachfolgend der chronologische Kurzbericht:

* Flug verspätet (gebuchter Zug nach Köln unerreichbar, aber man wächst ja mit seinen Aufgaben)

* Niedlicher, aber stark schnarchender Herr gehobenen Alters neben mir, dessen Kopf immer auf meine Schultern kippt (ooohhh wiiiiee gerne ich das mag) #loveitNOTNOTNOT

* Warten in der Toilettenschlange während des Fluges: Frau entledigt sich neben mir im Catering-Bereich lautstark ihres Mageninhaltes – aber zumindest treffsicher in die Tüte #hunger?! #achnögeradenichtsosehr

* Landung. Also fast. Gefühlte 5 Meter über der Landebahn doch lieber nochmal kurz durchgestartet. In der Luft dann einfach mal alles ausgemacht was geht. So ein Lautlos-Segelflug mit nem Airbus ist ja auch was Feines. Wiegt ja auch nix #leichtwieeinefeder #fluglärmNOT #düsenantriebwhocares

„Uns hat die Stabilität des hinteren Teils nicht gefallen, kein Grund zur Sorge!“ Nö ist klar. Bei bestem Wetter und absoluter Windstille versteht sich das ja von selbst. Das kann ja dann gar nicht am Flugzeug liegen…

* Zweiter Landeversuch: Seltsam, aber erfolgreich

* Dann, Déjà-vu. Oder doch versteckte Kamera? „Leider kein Personal verfügbar, das den Bus zum Flugzeug fahren kann“

#countdownläuft

* An Terminal 1 statt an Terminal 2 rausgelassen werden (Wer von dort aus schonmal „schnell“ einen Zug am Fernbahnhof bekommen musste, der weiß, was das bedeutet) #runbabyrun

* Feststellen müssen, dass – nach Supersprint zum Gleis – der Zug erst 15 Minuten, dann 30, dann 45 Minuten Verspätung hat #loveitNOTdiezweite

* Erkennen, dass die Deutsche Bahn-Mitarbeiterin ihre Durchsage im Zug vollkommen ernst meint: „Aufgrund einer Gleissperrung sind wir leider gezwungen, eine Umleitung zu nehmen. Die Ankunft nach Köln wird sich dadurch voraussichtlich um 3 Stunden verzögern“ #hateitABERSORICHTIG

* 23h30: Wir rollen. „Snacks und Getränke“ for free #apokalypse

* 23h32: Ansturm auf das Bord-Bistro, Manager beschimpfen sich wegen Vollkorn-Broten und Thai-Couscous-Sandwiches (bei drohender Nahrungsknappheit kennen auch sie dann keine Freunde mehr)

* 23h38: Sport-Studenten stellen sich schützend vor den Servicemitarbeiter hinter der Theke #savethebierzapfer

* 23h39: #endlich #unddasindsiewieder #happyGlowWormsforpresident

Verdammt, was hätte ich alles ohne das Ganze heute bitteschön versäumt? Jetzt mal ernsthaft!! Das unfassbar tolle Gespräch mit meiner Sitznachbarin, der Geschäftsführerin eines namhaften Modelabels. Die Freigetränke. Das halbe Vollkornbrot. Tränen vor Lachen. Die #glowworms. Und: Niemals hätte ich die Zeit gefunden, endlich mal den Speicherplatz meiner Dropbox zu erweitern (ok, Zeit schon, nur Lust halt keine). Niemals wäre ich sonst auf all die tollen Fotos und Erinnerungen gestoßen, die ich heute dank #travelismychurch wiederentdeckt habe. Und im Leben hätte ich mir nicht die Zeit genommen, die schönsten davon mal eben schnell online bei Cewe-print.de ausdrucken zu lassen. Dann noch in Ruhe mit Omi telefoniert. Einen wichtigen Termin eingetütet und zwei andere Verabredungen abgesagt, auf die ich ehrlich gesagt von Anfang an keinen Bock hatte. Ein paar kleine aber feine Urlaubsvorbereitungen getroffen. Ziele und Prios für die nächsten vier Wochen niedergeschrieben. Zwei Themen definiert, die von mir ein ganz klares „Nein“ bekommen. Und 5 zu denen ich ja, ja und nochmals jaaaaaaaaa sagen werde.

Alles, aber wirklich alles hat sein Gutes. Versprochen! Immer, immer, immer! Alles nur eine Frage der Perspektive. Und der Einstellung.

+++ „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch!“ +++

#happymind

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