Geld & Finanzen: Was wir von erfolgreichen Menschen lernen können

CAS

Spieglein, Spieglein an der Wand, nenn’ mir meinen Kontostand! Unser wirtschaftlicher Erfolg hängt häufig mit alten, in der Kindheit erlernten Verhaltensmustern zusammen. Umfragen zeigen, dass sich Frauen mit Themen wie Finanzmanagement und Investitionsstrategien deutlich weniger beschäftigen als Männer. Gründe dafür gibt es viele: Angst, Unsicherheit, das nicht Erkennen von Notwendigkeit, aber auch und vor allem schlichte Unwissenheit.

Welchen Umgang mit Geld haben wir von unseren Eltern gelernt? Wie handhaben wir unsere Finanzen heute? Überlassen wir das unserem Partner, unseren Eltern, einem Unternehmensberater oder beschäftigen wir uns tatsächlich auch gelegentlich selbst mit unserem Geld? Wissen wir im Detail, wie viel Geld wir wo genau zurückgelegt haben? Welche Zinsen wir vergangenes Jahr verbucht haben? Können wir – ohne Nachzuschauen – sofort die Summe unserer monatlichen Fixkosten beziffern? Wie viel kostet mein Steuerberater? Wie hoch ist meine Autoversicherung? Und die Heizkosten? Nicht die Nebenkosten, die Heizkosten! Oder waren die in den Nebenkosten enthalten? Hmm..Ja, wie war das noch einmal alles gleich?!?!

Immer wieder begegne ich Menschen, die belegen, dass Persönlichkeit, Einstellungen, Überzeugungen und Denkmuster entscheidenden Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg haben. Es ist ein Leichtes zu behaupten, dass einem Geld und finanzielle Fülle in die Wiege gelegt wurden – oder auch eben nicht. Ähnlich beliebt ist der niemals verstummende Leitsatz „Für Geld muss man hart arbeiten!“. Weder das eine noch das andere sind Maßstab allen Geldsegens. Vielmehr ist es die Mischung aus wirtschaftlichem Know-how, Kenntnissen über die Geschicke der Finanzwelt und cleveres Investment. Mir ist bislang noch keine erfolgreiche Person begegnet, die es allein mit harter Arbeit zu Reichtum gebracht hat. Ebenso wenig durch den bloßen Glauben daran, man sei etwas Besonderes und der Dagobert Duck-Speicher füllt sich schon von alleine. Schlussendlich vereinen alle erfolgreichen Menschen, ähnliche Aktions- und Verhaltensmuster:

 

1. Grundstein Startkapital:
Auf irgendeinem Weg haben sie sich zunächst etwas Startkapital verschafft. Sei es durch fokussiertes Arbeiten und Sparen oder auch durch entsprechenden Input von zu Hause (im Gegensatz zu anderen Menschen, die in jungen Jahren mit finanziellen Mitteln ausgestattet wurden, haben sie das Geld allerdings nicht zum Fenster rausgeworfen, sondern zurückgehalten, um eines Tages etwas Sinnvolles damit zu machen und in langfristige Werte zu investieren).

 

2. Lesen & Lernen!
Wenn auch nur im Kleinen und wenig in die Tiefe gehend, haben sich erfolgreiche Menschen sehr früh entsprechendes Wissen angeeignet. Sie haben gelesen, sich informiert und nachgefragt. Sie haben Personen mit Know-how nach ihrer Meinung und ihren Tipps gefragt, sie haben regelmäßig den Wirtschaftsteil in Tageszeitungen gelesen, Management-Publikationen verfolgt und sich mit Biografien erfolgreicher Menschen beschäftigt. Nicht, weil sie mussten, sondern weil es sie interessiert und fasziniert hat. Darüber hinaus haben sich an anderen erfolgreichen Menschen orientiert, statt ihnen mit Missgunst und Neid gegenüberzutreten.

 

3. Geld für sich arbeiten lassen!
Im richtigen Moment haben sie dann den Switch von „Ich arbeite hart für mein Geld!“ zu „Nun arbeitet mein Geld auch für mich!“ gewagt. Die Umsetzung fiel dabei ganz unterschiedlich aus, aber im Grunde wurden immer sehr früh Teile des angehäuften „Vermögens“ sinnvoll investiert. Meist in Unternehmungen, die keine eigene Arbeitskraft verlangten und die sie nicht von ihrer anderen Tätigkeit, mit der sie weiterhin ihr täglich Brot verdienten, abhielten. In der Regel bewegten sie sich zwischen Aktien, Immobilien und unternehmerischen Beteiligungen. Und hierbei sprechen wir nicht von fünf oder sechssstelligen Summen oder dem Kauf ganzer Häuser oder Wohnungen. Clevere Menschen finden immer ihre Nische und können sich auch mit klugen Beteiligungen eine solide Ausgangsbasis auf ihrem Investment-Weg verschaffen.

 

4. Mut!
Meiner Meinung nach einer der wichtigsten Faktoren überhaupt. Ideen gibt es Tausende und Abertausende. Unzählige wirklich hervorragende Konzepte, die Menschen bereits hervorgebracht haben. Aber nur eine kleine Handvoll ist am Ende auch mutig genug, alles dafür aufzugeben und die Idee tatsächlich umzusetzen. Hinzu kommt, dass der Weg zum Erfolg meist schrecklich unbequem ist und einen nicht selten an den Rand des Zumutbaren führt. Alles steht auf dem Spiel: Geld, gesellschaftliches Renommee und die eigene Position im bisherigen Lebensumfeld, Anerkennung und ein Ruf, den man sich über Jahre hart erarbeitet hat. Mut ist ein Wort, das so viel weicher klingt als es ist. Nur diejenigen, die selbst schon einmal alles riskiert haben, wissen, dass es fast immer ein Höllenritt ist, bis man belohnt wird. Und da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt:

 

5. Leidenschaft & Durchhaltevermögen!
Wer sich jemals eine Biografie einer erfolgreichen Persönlichkeit zur Hand genommen hat, der weiß, dass jeder von ihnen auf dem Weg zum Erfolg mindestens einmal so richtig auf die Nase gefallen ist. Die meisten sogar richtig schlimm. Sie waren pleite, haben Freunde verloren oder konnten Rechnungen nicht bezahlen. Meistens auch gleich alles auf einmal. Sie wurden ausgelacht, ihre Ideen müde belächelt und als „Hans-Guck-in-die-Luft“ abgefertigt. Xmale wurde ihnen bei der Akquise die Tür vor der Nase zu geschlagen. Aber sie gaben nicht auf und hielten mit unerschütterlichem Glauben an ihrer Idee fest.

 

6. Der Blick über den Tellerrand!
Am Anfang hatten fast alle von ihnen noch klare Vorstellungen davon, wie und auf welchem Weg sie ihre Vorhaben oder ihr Produkt vermarkten wollen. Die Kanäle waren definiert, der Vertrieb auf den Punkt vorbereitet und die Marktpositionierung vor dem geistigen Auge schon beschlossene Sache. Doch dann kam alles ganz anders. Nichts funktionierte. Kein Plan und keine Strategie gingen auf. Aber sie blieben dran. Auch wenn der Sturm noch so heftig war, fanden sie immer wieder zurück zu ihrer Mitte und dem Glauben an die Idee. Manchmal muss der Wind heftig wehen, alles umschmeißen und aus den Fugen heben, damit Menschen von falschen Pfaden Abstand nehmen und sich für neue, weitaus vielversprechendere Wege öffnen. Bei fast allen Unternehmungen kam der Erfolg schließlich ganz anders als gedacht. Wäre aber nicht zunächst alles zusammengebrochen, hätten die verantwortlichen Personen niemals links und rechts geguckt. Sie hätten sich den falschen Menschen geöffnet und den richtigen verschlossen.

Der Großteil der Menschen besitzt leider nicht die Fähigkeit, Geld zu vermehren oder es auf längere Sicht zu halten. Manche wollen und brauchen das auch gar nicht, dann ist das absolut legitim und in der Regel Basis für ein wunderschönes, erfülltes Leben. Denn Geld ist kein Garant für Glücklichsein. Wer sich aber finanzielles Wachstum wünscht, sollte noch heute anfangen, sich mit seiner mentalen Haltung gegenüber Geld und Geldverdienen auseinanderzusetzen. Weil es eben ein Thema ist, dass die meisten von uns tagtäglich beschäftigt und umtreibt.

Studien belegen, dass ein Großteil aller Lottogewinner irgendwann wieder zur gleichen finanziellen Ausgangsbasis zurückkommt, wie vor Knacken des Jackpots. Selfmade-Millionäre, die ihr Geld verlieren, schaffen es allerdings fast immer, ihr Geld wieder zurückzubekommen. Und häufig sogar zu vermehren. Die traurige Wahrheit ist, dass nur wenige Menschen ihr volles Potential ausschöpfen. Forschungsergebnisse zeigen, dass 80 Prozent der Menschen niemals finanziell so aufgestellt sein werden, wie sie es sich wünschen. Ebenso viele werden niemals behaupten, dass sie glücklich sind.

Geld sollte niemals der entscheidende Faktor für unsere Lebensfreude sein. Dass die erschreckend hohen Zahlen aber deutlich machen, dass Geld für viele Menschen eben doch ein allgegenwärtiges Thema ist, lässt sich nicht leugnen. Ich denke, das Wichtigste ist, das Glück zuerst mit sich selbst zu finden. Dankbarkeit und Wertschätzung für die momentanen Lebensumstände aufzubringen. Denn wie auch immer diese gerade aussehen mögen: Wer genau hinschaut und etwas finden WILL, dem wird sich im Kleinen und Alltäglichen so viel Schönes offenbaren.

Und dann macht es auch Sinn, sich mit dem „unangenehmen“ Thema Geld auseinandersetzen. Wir müssen lernen, das Spiel zu drehen: Geld sollte ein schöner Teil unseres Lebens sein, Finanzen Spaß machen und Verluste als Lehrstunden gesehen werden, nicht als Niederlagen. Wenn sich unser Geld vermehrt, sollten wir uns freuen, wie ein kleines Kind, dessen Augen strahlen und glänzen. Arbeiten wir also daran, den Druck aus unseren Finanzen zu nehmen und neue Freude im Umgang mit Geld zu erlernen. Es geht nicht darum, von jetzt auf gleich alle Rücklagen auf einen Schlag zu investieren. Aber versuchen wir es mit einer kleinen Summe X davon, die uns nicht weh tut. Sie könnte der Anfang von einem großen Maß an finanzieller Unabhängigkeit sein.

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