Mittagspause mit Charlie Chaplin

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…Letzte Woche habe ich es endlich wieder getan: Eine echte, richtige Mittagspause gemacht! Laptop zugeklappt, Handy auf lautlos geschaltet, Sonnenbrille aufgesetzt und ab in den Park. Einfach gehen und atmen. Runterfahren. Den Wind fühlen. Egal ob Sommer, Herbst, Winter oder Frühling…

Den Vögeln lauschen und den Hunden zusehen, wie sie über die Wiese jagen. Mit jedem Meter merke ich, wie ich loslasse. Das Büro, die Mails und die Telefonate sind auf einmal in weite Ferne gerückt. Es geht also doch. Und dann noch so unglaublich einfach. Warum fällt es mir dann aber immer wieder so schwer, kleine Auszeiten wie diese als festes Ritual zu etablieren?

Stattdessen blicke ich auf die letzten Tage zurück und sehe mich mit Handy am Ohr während ich auf dem Kickboard schnell zum Bäcker rase und noch während mein Brötchen belegt wird, vor lauter Hunger das Croissant verschlinge, das ich noch gar nicht bezahlt habe. Aber heute ist heute. Heute habe ich geschafft und genieße jede einzelne Minute meiner Open Air-Pause – begleitet von Charlie Chaplin. Der hat mich gestern nämlich erneut mit einem der wundervollsten Gedichte überhaupt verzaubert…

 

“Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen,
dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind,
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das nennt man
“Authentizität”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, wie sehr es jemanden beschämt,
ihm meine Wünsche aufzuzwingen,
obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif,
noch der Mensch dazu bereit war,
auch wenn ich selbst dieser Mensch war.
Heute weiß, das nennt man
“Respekt”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen,
und konnte sehen, dass alles um mich herum
eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man
“Reife”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist
– von da konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich, das nennt sich
“Selbstachtung”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich meiner freien Zeit zu berauben
und ich habe aufgehört,
weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwickeln.
Heute mache ich nur das,
was mir Spaß und Freude bereitet,
was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise
und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man
“Ehrlichkeit”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von allem, das mich immer wieder hinunterzog,
weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”,
aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt,
das nennt man “Einfach-Sein”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich,
dass mich mein Denken armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner,
diese Verbindung nenne ich heute
“Herzensweisheit”.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen
mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich,
das ist das Leben!

(Charlie Chaplin)

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