Generation Y: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“

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Mit der Brille der M(Y)llenials

Das neue, digitale Mindset

 

„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“. Ein Satz, den wir alle nur zu gut kennen. Er hat sich eingebrannt. Seit jeher umgibt er uns. Wurde widergekaut. Von unseren Eltern und Großeltern. Von unseren Lehrern und Vorgesetzten. Selbst in den Köpfen vieler Millennials schrillt er noch häufig hell auf. Das Manifest eines Leitspruchs stammt aus den 50ern, ist aber auch heute noch in vielen Verhaltensmustern omnipräsent.

 

Die unterschätzte “Macht” der jungen Köpfe

Doch die Identifikation mit diesem Glaubenssatz – der so unglaublich gerne als wahres Werteverständnis verkauft wird – ist in der Realität längst überholt. Dr. Steffi Burkhart, Expertin, Beraterin und Sprachrohr zwischen Jung und Alt, hat über zwei Jahre damit verbracht, sich in die Welt der Generation Y hineinzudenken. Sie zu untersuchen und zu analysieren. Eine Gruppe, zu der sie passenderweise übrigens auch selbst gehört. Eine Gruppe, die nicht nur als wichtiger Treiber für den Kulturwandel unserer Gesellschaft gilt, sondern auch für den unserer Unternehmenskultur. „Wir haben kein Jugendproblem. Aber die Welt hat sich verändert. Dadurch haben sich automatisch neue Ansprüche entwickelt. Wir begegnen einem neuen, digitalen und vernetzten Mindset, das die Generation Y in sich trägt. Die jungen Leute von heute nehmen Einfluss auf alles: Marketing, Design, Produkte, Vertrieb, Arbeitszeitmodelle, Medien und vieles mehr“, erklärte Dr. Steffi Burkhart im Rahmen des diesjährigen Neosales in München. „Zudem besitzen sie die Wissens-Hoheit über das wichtigste Medium unserer Zeit: Das Internet.“

 

Wenn beruflicher Freiraum bindet

Gerne wird diese Generation in eine Schublade gesteckt. Sich nicht mit ihr und ihren Bedürfnissen beschäftigt. Die Augen werden verschlossen. Für Unternehmen kann das gefährlich sein. Sehr gefährlich. Sie verlieren den Anschluss. Büßen aus Sicht von guten und engagierten Arbeitskräfte an Attraktivität ein. Weil sie sich nicht bewegen. In alten Strukturen festhängen. Angst vor der Energie haben, die junge Leute mitbringen. Aber wer als Arbeitgeber von eben dieser profitieren will, muss sie auch zulassen können. Ein Risiko eingehen. „An diesem Punkt trifft eine Vielzahl unterschiedlicher Glaubenssätze, Paradigmen, Werte und Gewohnheiten aufeinander, die zu Spannungen führen. Für die Generation Y ist Fremdbestimmung schwer zu ertragen. Sie sind deutlich wechselbereiter, was den Jobwechsel angeht. Führungsverantwortung wird heute vielmehr an der Rolle im Team gemessen. Unabhängig von Titel und Position wollen wir uns auf Augenhöhe austauschen. Wir wollen gefördert werden, Neues lernen, flexibel sein und mit modernsten Tools arbeiten können.“

Doch so motiviert die gerne als faul, undiszipliniert und überheblich abgestempelte Generation auch in die Berufswelt startet, so häufig werden ihre Ambitionen dank alter, hierarchischer Strukturen auf Unternehmensseite bereits im Keim erstickt…

 

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