5 Tipps für Führungskräfte

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# Sei nahbar!

Jeder Moment, den du deinen Mitarbeitern widmest, ist eine gewinnbringende Investition. Die meisten Unternehmen geben über die Hälfte ihres Geldes für die Gehälter ihrer Mitarbeiter aus, investieren aber nur wenige Prozent in ihre Aus- und Weiterbildung. Ebenso so bescheiden fällt im Verhältnis auch die menschliche Anerkennung und Pflege dieses kostbaren Schatzes aus. Daher: Blicke deinen Mitarbeitern und Kollegen ab sofort jeden Tag mindestens 1 Minute lang in die Augen, suche ein kurzes Gespräch und schenke ihnen ganz bewusst deine Aufmerksamkeit (Eine Minute pro Mitarbeiter ist nicht viel und leicht umsetzbar. Aber in dem Moment, indem du ihm ganz bewusst eine Minute gegenübersitzt, wirst du sofort feststellen, wie lang und intensiv 60 volle Sekunden sein können. Und mit Erschrecken wirst du feststellen, dass eine Vielzahl deiner tagtäglichen Mitarbeiter-Gespräche nur wenige Sekunden dauern. Und mit noch größerem Erschrecken wirst du dir vielleicht auch eingestehen müssen, dass du mit vielen Mitarbeitern über Tage gar kein persönliches Wort gewechselt hast).

 

# Arbeite an dir, bevor du an deinen Mitarbeitern arbeitest!

Formuliere deine Ziele. Reflektiere deine Stärken und Schwächen und bring die Entwicklung deiner Führungskompetenz weiter voran. Benenne bisherige Leistungen, Ergebnisse und Erfolge. Zieh regelmäßig Bilanz und bleib realistisch. Konstruiere dir dein eigenes, ganz persönliches Belohnungsmodell. Und hinterfrage, ob dein Verhalten, dein Maßnahmen-Mix und dein aktueller Weg auch tatsächlich deinen definierten Zielen entspricht. Arbeite konsequent an deiner eigenen Authentizität – sie hat entscheidenden Einfluss auf dein Selbstbewusstsein, deine Präsenz und deine Außenwirkung. Sei bemüht, grundsätzlich positiv über dich, dein Team und über herausfordernde Aufgaben zu denken und zu sprechen. Achte auf deine Einstellungen und deine inneren Glaubenssätze. Sie wirken häufig unbewusst, werden aber von der Umwelt deutlich wahrgenommen. Unterschätze niemals die Auswirkungen der non-verbalen Kommunikation! Erst wenn du dich geordnet hast, deine Ziele klar sind und du absolut hinter ihnen stehst, kannst du selbstbewusst vorangehen und deinen Mitarbeitern ein motivierendes Vorbild sein.

 

# Loben, wann immer es geht!

Kommuniziere bereits im Vorfeld, dass du deinen Mitarbeitern regelmäßig Feedbacks geben wirst. Lobe unmittelbar, sobald sich die erste Möglichkeit ergibt. Lobe persönlich, nimm dir einen Augenblick Zeit und reiche ihnen die Hand zum Gratulieren. Formuliere konkret, was dein Mitarbeiter im Detail gut gemacht hat. Motiviere andere Mitarbeiter mit Aussagen wie „weiter so“. Unzählige Studien belegen, dass Lob, Anerkennung und Wertschätzung der eigenen Arbeitsleistung zu den höchsten Motivationsfaktoren überhaupt gehören. Unterstütze deine Mitarbeiter darin, ihre Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten, führe Umstrukturierungen durch und stoße neue Projekte an. Trage Sorge dafür, dass jeder von ihnen mit den eigenen Arbeitsprozessen wächst, sein fachliches Know-how verbessert, seine Produktivität in steigert und in seinem Selbstbewusstsein wächst. Coache deine Mitarbeiter, damit sie sicherer werden und ihre Ziele besser erreichen. Das macht dein Team stolz und ist Beleg für deine Führungskompetenz.

 

# Konstruktive Kritik üben!

Genauso direkt sollte auch die Äußerung von Kritik ausfallen. Lass niemals unnötig Zeit verstreichen, vermeide die Gefahr von unkontrollierter Emotionalität und bleibe stets sachlich. Formuliere mit ruhiger Stimme, sprich langsam und nimm dir Zeit für das Gespräch. Sei ehrlich, aber vermeide einen vorwurfsvollen Ton. Und: Gib deinem Mitarbeiter die Chance, aus seinem Fehler zu lernen. Das Wichtigste ist, ihm das Gefühl zu vermitteln, dass er durchaus Fehler machen darf, wenn er bereit ist, Kritik anzunehmen und entsprechend umzusetzen. Kritik darf nicht zum demotivierenden Element, sondern zum Ansporn werden. Suche mit deinem Gesprächspartner gemeinsam nach Lösungen und erkläre dein Vorgehen. Sprich auch deine eigenen Gefühle offen an sei nahbar während du zugleich deine Autorität warst. Zeige Verständnis für den Ärger und die Enttäuschung der Mitarbeiter, wenn sie mit manchen deiner Entscheidungen nicht einverstanden sind und erklären ihnen Vorteile und Nutzen. Grundsätzlich sollte gelten: Wenn die Kritik einmal ausgesprochen wurde, ist sie im Anschluss auch vorbei. Reiche deinem Mitarbeiter die Hand, sage ihm, dass du viel von ihm hältst und zeige ihm abschließend noch einmal seine Stärken auf. Entlasse ihn trotz der Kritik mit einem guten und sicheren Gefühl aus dem Gespräch.

 

# Plane & Organisiere – auch und vor allem dich selbst!

Bevor mit damit beginnst, dein Team zu managen, fange an, dich selbst zu Organisieren. Strukturiere deine eigenen Prozesse ebenso wie deinen persönlichen Arbeitstag. Verplane nicht mehr als 50% deiner Zeit und halte den Rest für Unvorhergesehenes frei. Notiere deine täglichen Aktivitäten, damit du den Überblick behältst und vermeide unnötige Verzettelung. Lerne Prioritäten zu setzen und bei Bedarf ein konstruktives, aber deutliches und konsequentes „Nein“ auszusprechen. Bedenke auch, dass du in deiner Position nicht nur Verantwortung für deine Mitarbeiter trägst, sondern in erster Linie auch für deine eigene Gesundheit und die damit verbundene Leistungsfähigkeit. Sorge für dich, schaffe regelmäßige Auszeiten und Raum für ein erfülltes Privatleben.

 

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