30 day challenge

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Verdammt gute Vorsätze

…Sind eigentlich eine verdammt gute Sache…

 

Nach einem sehr intensiven Jahresendspurt und den vielleicht wichtigsten beruflichen und persönlichen Entscheidungen meines Lebens, lautete mein erklärter Plan für den Neuanfang 2017: Erstmal ganz ruhig. Entspannen und die Veränderungen der letzten Monate sacken lassen. Auf neue Vorsätze wie Sport & Co zunächst ebenso zu verzichten wie auf allzu ambitionierte Zukunftspläne.

Geklappt hat das genau 2 Tage. Und schon kam mein Kopfkino wieder ins Rollen. Als Unternehmer gehört es eben zum Tagesgeschäft, sich bereits mit dem nächsten Projekt zu beschäftigen, bevor das aktuelle auch nur ansatzweise abgeschlossen ist. Da kann man sich anfänglich kaum gegen wehren. Sollte man im Grunde auch nicht. Denn für Selbstständige stellt dieses in Fleisch und Blut übergegangene Verhalten in der Regel eine schlichtweg überlebensnotwendige Grundvoraussetzung dar.

Dass es nach 15 Jahren daher eventuell ein kleeeeiiiin bisschen dauern könnte, bis ich alte Verhaltensmuster ablegen oder modifizieren würde – ja, das hatte ich durchaus etwas unterschätzt. Könnte unter Umständen, eventuell, gegebenenfalls auch mininmal am Top-Thema “Geduld” liegen. Für das ich ja bekanntlich nur selten Zeit habe;-)

 

Zurück im Flow

Seine Prioritäten zu verlagern und neue Wege zu gehen impliziert nicht automatisch, dass man auch sofort aus seiner Haut kann. Der unternehmerische Antrieb, die Liebe zur Arbeit und die Leidenschaft für berufliche Projekte brennen zu wollen, werden immer ein Teil von mir sein. Und das ist schlussendlich ja auch gut so. Aber die Entscheidung, die Prioritäten zugunsten eines erfüllten Privatlebens zu verlagern, steht unerschütterlich fest! Ebenso das Vorhaben, das “WIE” und “WAS” in punkto Job komplett neu zu überdenken und zu optimieren.

Doch einfach nur dazusitzen und abzuwarten?!?!?! Das wird einfach niemals meins sein…

>> Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten <<

Die Challenge: Den neu gewonnenen Freiraum nun nicht – wie all’ die Jahre so fleißig antrainiert – mit einem stumpfen Plus an Mehrarbeit zu füllen, sondern private Qualitytime zu schaffen und berufliche Projekte zu finden, für die man eine neue, gesunde Leidenschaft entwickelt. Den Status “im Flow” zurückzuerlangen.

Keep a long story short (was mir ja bekanntlich recht schwer fällt – hahaaaa), heißt zusammengefasst:

Frühzeitig erkannt, dass ich auf dem besten Weg bin, wieder in die falsche Richtung zu galoppieren. Rechtzeitig erkannt, dass ich aber auch nicht einfach im Stall auf ein paar trockenen Strohhalmen herumkauen kann, bis der Sommer endlich wieder an die Tür klopft.

Und so musste ich mir eingestehen, dass es doch keine so clevere Idee war auf klassische Vorsätze wie Sport & Co zu verzichten. Vor allem auch in Hinblick darauf, dass ich mich aktuell weder wohl noch gesund noch fit fühle. Mich in diesem Zustand selbst schwer bis gar nicht ertragen kann und der gesundheitliche Status Quo derzeit leider auch nicht schönzureden ist. Nach dem xten erfolglosen Versuch einer langfristigen Ernährungsumstellung aufgrund von Histaminintoleranz, hat sich nun auch der Ton meines sonst sehr entspannten Arztes verändert. Die körperlichen Auswirkungen allein sollten mir schon Grund genug sein, endlich Gas zu geben. Aber irgendwie war ich die letzten Wochen von ungewohnter Inkonsequenz geprägt. Doch damit ist jetzt Schluss!

Als ich dann bei meinem letzten Berlin-Besuch noch mit einem befreundeten Coach gemütlich beim Kaffee zusammensaß, wurde sehr schnell klar: Okay, ich bin hier definitiv diejenige, die zuallererst mal wieder in den richtigen “FLOW” versetzt werden muss.

 

Dann wollen wir mal!

Und so beginne ich das neue Jahr – mit leichter Verzögerung – nun doch noch mit guten Vorsätzen. Die “30 Days Challenge”, die pünktlich zum Jahresanfang wieder in aller Munde ist, kommt daher genau richtig, um den nächsten Selbstversuch zu starten. Here we go:

 

Meine persönlichen Eckdaten:

# 30 Tage kein Alkohol

# 30 Tage kein Koffein (für mich mit Abstand das Aaaalllerschwierigste!!!!!! Zum Glück gibt es zumindest noch entkoffeinierten Kaffee)

# 30 Tage kein Zucker

# 30 Tage kein Convience Food

# 30 Tage nur Clean Eating

# 30 Tage Sport (Kraft, Ausdauer & Yoga)

# 30 Tage jeden Tag ein Element aus meinem Coaching umsetzen, zu dem ich mich diesen Monat entschieden habe (Coaching-Einheit 1 x pro Woche/4 Wochen)

Ich bin gespannt auf die 30 Tage. Ich will wissen, welche Grenzen ich körperlich überwinden und wie gut ich mich mittlerweile noch selbst motivieren kann…

Ich möchte mich wieder wohlfühlen…Fit und wach und klar sein…Wissen, auf welchem Trainingsniveau ich mich nach 2,5 Monaten (unfreiwilliger) Sportpause derzeit befinde…Ahhhhh – Angst! ;-)

lg1Und ich will mich testen: Kann ich auch ohne Alkohol ausgehen und einen lustigen Abend haben (während ich mir darüber Gedanken mache, nippe ich noch einmal schnell an meinem Abschieds-Vino ;-)))? Kann ich – ohne, dass ich mir doof vorkomme – nur Wasser & Co bestellen? Oder ist das geliebte Glas Wein inzwischen vom Genuss zum gesellschaftlichen Must-Have mutiert? Kann ich beim Geschäftsessen – den vor allem männlichen Teilnehmern – völlig selbstbewusst entgegnen: Nö, ich trinke gerade keinen Alkohol!? Kann ich das “Auswärts-Frühstücken-Gehen” mit Freunden am Wochenende noch genauso zelebrieren, wenn ich keinen Kaffee trinke und kein Croissant esse?

Werde ich bewusster? Werde ich dankbarer? Kann ich “Genuss” nach 30 Tagen wieder ganz neu “genießen”? Schmecken die Sachen, die ich liebe, nach einem Monat Abstinenz besser als vorher? Bin ich dankbarer? Bin ich ruhiger? Lustiger? Leichter? Schlafe ich besser? Bin ich alles in allem wieder zielorientierter? Zufriedener? Ausgeglichener? Oder werde ich mich durch die Tage quälen? Finde ich das alles ganz schnell richtig doof? Werde ich das ganz sicher zum letzten Mal gemacht haben? Oder wird es ab einem gewissen Punkt wie von selbst laufen? Bin ich überhaupt noch diszipliniert genug? Habe ich aus den gesundheitlichen Rückschlägen der Vergangenheit gelernt? Und die alles entscheidende Frage: Bin ich mir das alles selbst wert?

We will see ;-) Ich bin gespannt!! Ich habe soooo Bock! Und Angst…;-)))))))

 

 

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